Interkommunaler Windpark Lahn-Dill-Bergland Mitte

Im Bereich unserer Gemeinden Bad Endbach (Landkreis Marburg-Biedenkopf) sowie Bischoffen und Siegbach (Lahn-Dill-Kreis) haben wir die Planungen für den ersten „interkommunalen Windpark“ in Mittelhessen aufgenommen. Den Ausbau regenerativer Energieerzeugungsanlagen und eine optimale Nutzung der Energiepotenziale in unserer Region wollen wir durch gemeinsames Engagement über kommunale Grenzen hinaus erreichen. Unsere Kooperation bei diesem interkommunalen Windpark hat daher eine Vorbildfunktion in Mittelhessen. Gemeinsam streben wir eine hohe Wertschöpfung an, die vollständig unseren Kommunen sowie unseren Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen soll.

Windkraft ist gut für die Region

Schon heute zählt die Windkraft zu den wichtigsten regenerativen Energiequellen. In Zukunft wird sie eine der tragenden Säulen im deutschen Energiemix sein. So sehen beispielsweise die Pläne der hessischen Landesregierung vor, bis zu 2 Prozent der Flächen als Windvorrangflächen auszuweisen.

Eine Windkraftanlage mit einer Leistung von 2,5 Megawatt an einem Standort mit Windgeschwindigkeiten von 6,5 Meter pro Sekunde produziert jährlich den Strom für über 3.500 Menschen. Und das vollkommen ressourcenschonend und ohne Ausstoß von umweltschädlichen Schadstoffen.

Wir verfolgen das Ziel, den in unseren Kommunen verbrauchten Strom zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen und den Überhang unseren Nachbarregionen anzubieten.

Suchgebiete für den Windpark

Die beiden Suchgebiete für den geplanten Windpark erstrecken sich im nördlichen Bereich von Bischoffen von der Endbacher Platte bis hin zum Eichert sowie im südwestlichen Teil von Bad Endbach über den Schönscheid und den Sonnberg. Die Gebiete sind überwiegend geprägt durch Waldgebiete mit einigen gut geeigneten Windwurfflächen, die der Strum Kyrill im Januar 2007 hinterlassen hat. Das Suchgebiet befindet sich auf über 400 m. ü. NN und ist somit aufgrund seiner Windhöffigkeit gut für einen Windparkstandort geeignet. Innerhalb dieser Suchflächen werden nun die perfekten Standorte für Windkraftanlagen unter Berücksichtigung vieler Belange zum Schutz von Mensch und Natur auf ihre Eignung untersucht.

Abb.: Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation